Knochenqualitäten
 
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Knochenqualitäten

Knochenqualität und ihre Folgen

Einteilung nach Misch (1990)

Der Oberkiefer und Unterkiefer bestehen zu unterschiedlichen Anteilen aus Kompakta und Spongiosa. Nach Misch (Klassifizierung 1990) kann man eine Einteilung in Knochenqualitäten von D1 bis D4 vornehmen.

Zur Erklärung:
Die Spongiosa ist ein schwammartiger Innenraum des Kieferknochens, welcher aus zierlichen Knochenbälkchen besteht. Die Spongiosa wird von der Kompakta (einem festen Knochen) umhüllt.

D1 - dichte Kompakta

Frontalbereich mit Atrophie (Knochenabbau) des zahnlosen Unterkiefers.

Gute Primärstabilität ermöglicht wegen großer Implantat-Knochen-Kontaktfläche kurze Implantate. Gleichzeitig bedingt dies längere Einheilzeiten (wegen geringer Durchblutung), lange Kronen mit einem Missverhältnis Implantat zu Krone (mehrere Implantate sollten mit den Kronen verblockt werden) bei der Gefahr der Überhitzung durch zu starkem Druck beim Aufbereiten des Knochens.

D2 - engmaschige Spongiosa - dichte, poröse Kompakta

Front- und Seitenzahnbereich im Unterkiefer und Frontalbereich-Oberkiefer.

Einfache Implantatbettpräparation bei guter Primärstabilität unterstützt durch gute Einheilungstendenzen wegen optimaler Blutversorgung. Der D2 Knochen bietet optimale Voraussetzungen, ist jedoch selten anzutreffen.

D3 - weitmaschige Spongiosa- dichte, poröse Kompakta

Seitenzähne in Ober (OK)- und Unterkiefer (UK) und OK-fazial, sowie Zustand nach Osteoplastik von D2 (Knochentransplantat).

Der guten Durchblutung stehen folgende Herausforderungen gegenüber. Die Knochen-Implantat-Kontaktfläche ist gering, was eine Erhöhung der Implantatanzahl bewirkt. Bei der Präparation für das Implantat besteht das Risiko der Bohrlocherweiterung durch fehlende Primärstabilität (das Implantat sitzt locker). Das Knochenangebot muss bezüglich Länge und Durchmesser der Implantate maximal ausgenützt werden.

D4 - weitmaschige Spongiosa

Tuberbereich (Oberkieferkieferkamm im hinteren Bereich) Zustand nach Osteoplastik (Knochentransplantation) von D3.

Dieser Knochen eignet sich sehr selten zur Implantation, da eine befriedigende Primärstabilität kaum zu erreichen ist. Wegen der kaum vorhandenen Implantat-Knochen-Kontaktfläche gilt, dass das Knochenangebot maximal ausgenutzt werden muss.
Implantat
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